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Die Chemin de Fer de Petite Ceinture war eine 32 Kilometer lange Eisenbahnlinie, die 1852 gebaut wurde, um die Bahnhöfe in den Außenbezirken von Paris zu verbinden.
Konkurrierende Privatunternehmen weigerten sich, zusammenzuarbeiten und direkte Verbindungen zwischen den über ganz Paris verstreuten Ensbahnhöfen zu schaffen, wodurch das französische Eisenbahnsystem fragmentiert wurde. Reisende und Güter mussten daher ineffiziente Umwege in Kauf nehmen, um Ziele in der ganzen Stadt zu erreichen, was die Petite Ceinture erforderlich machte.
Erst durch das Eingreifen Napoleons III. wurde der Bau dieses "Eisenbahngürtels" möglich. Es wurde ein neues Gemeinschaftsunternehmen, das Syndicat de Chemin de Fer de Ceinture, gegründet, zu dem sowohl der französische Staat als auch die Eisenbahngesellschaften Mittel beisteuerten.
Ein großer Teil der Strecke wurde bereits 1934 stillgelegt, und im Laufe der Jahre hat sich die Natur zunehmend die einstige Bahntrasse zurückerobert. Heute erinnert die Petite Ceinture an die New Yorker High Line, doch ihre Zukunft bleibt weiterhin umstritten. Die Debatten über ihren Erhalt und eine mögliche Umnutzung sind nach wie vor lebendig und werden intensiv geführt.